Die Enzykliken des Sockenpapstes

Von ihrer Schwester genötigt sieht sich ihre Heiligkeit, das geistige Oberhaupt der Socken und strumpfverwandten Kleidungsstücke, dazu genötigt, ihr grenzenloses Randwissen nun auch per Sockenblog in die WWWelt hinauszusenden.

火曜日, 3月 21, 2006

Marillenerscheinung

Heute wieder zur Ablenkung davon, dass ich zu unkreativ für ein längeres Textwerk bin. Das untenstehende Bild stellt die historisch einmalige fotographische Dokumentation einer so genannten "Marillenerscheinung" mitten im Großstadtdschungels Wiens dar.


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Das gute Wort zum Tag

Weil ich heute nur kurz Zeit habe und mich außerdem gänzlich unkreativ fühle, möchte ich meinen Mitmenschen im WWW nur das folgende Bildleid, dass ich vor kurzem in Wien aufgenommen habe, quasi als Denkanstoss mit auf den Lebensweg geben:

Foto: Coala

Wien und Hund


Dieser Tage hat ja das liebe Wien weider einmal Schlagzeilen gemacht mit einem leidigen Problem, das die Bevölkerung der Bundeshauptstadt schon seit Jahren spaltet und die Gemüter gegeneinander aufbringt: die Hundstrümmerl-Debatte. Aus diesem Anlass hat sich der Sockenpapst aufgemacht, um eine Bilderserie zu produzieren, die das vielvältige Beziehngsgeflecht der Wiener zum Hund und zu dessen Ausscheidungen ein wenig beleuchten soll...

Die neue deutsche Rechtschreibreform macht jetzt auch vor Eigennamen nicht mehr Halt: "Monic" statt "Monique"

Hinter einer so unscheinbaren Nachricht kann sich ein wahres Nachbarschaftsdrama verbergen...




Hund oder Wischmob: im Schmelztigel "Großstadt" verschwimmen die Grenzen.

PS: Wir danken dem Sekretär des Weltraumpapstes für die Bereitstellung des schönen Bildmaterials von David Hasselhoff!

月曜日, 3月 20, 2006

Minkikomori

Nachdem meine Schwester Minkasia im Kommentarteil meines Weblogs als "Hikikomori" geoutet worden ist, möchte ich doch die betroffene und verwirrte Leserschar über das Leiden aufklären, das in Japan Millionen von jungen Menschen, v.a. Männer, befallen hat:


"Als Hikikomori (jap. ひきこもり oder 引きこもり, sich einschließen oder gesellschaftlicher Rückzug) werden in Japan Menschen bezeichnet, die sich freiwillig in ihrer Wohnung oder ihrem Zimmer einschließen und den Kontakt zur Gesellschaft auf ein Minimum reduzieren. Der Begriff bezieht sich sowohl auf das soziologische Phänomen als auch auf die Betroffenen selbst, bei denen die Merkmale sehr unterschiedlich ausgeprägt sein können."
Erstmals wurde Dr. D. Ane (meine ältere Schwester) auf dieses Phänomen durch einen Artikel im Kurier aufmerksam (Titel "Wenn der Kopf zum Gefängnis wird") und wandte sich gleich an mich als Psychologin in spe/im schmäh, da sie meinte, an unserer Shwester einige der Symptome wiederzuerkennen. Ich zitiere aus dem erwähnten Artikel: "...dann ging er in die Küche der Wohnung... kam nie wieder heraus. Seitdem hat die Familie aus Tokio gelernt, mit einem Phantom zu leben. Ein Phantom, dem drei Mal pro Tag Essen vor die Tür gesetzt wird, das seine Körperpflege in der Abwasch erledigt udn nur via Internet mit der Außenwelt kommuniziert."
Insbesondere bei der letzten Aussage wurde auch ich alarmiert - könnte es tatsächlich sein, dass Minkasia zu einer Gefangenen der wahnhaften Gedankenirrgänge ihres Gehirns geworden war? Immerhin verlässt Minkasia die Küche nur selten, meist findet man sie dort speisend oder beim Kaffee in die Zeitung vertieft...oder eben vor dem Computer, im Internet surfend. Ich las weiter bei der Diskussion der Ursachen des Hikikomoris: "Es gilt als völlig normal, dass sich 30 bis 40 jährige Männer immer noch bemuttern lassen." Nun, auch in Oberösterreich gilt es als völlig normal, dass sich 27jährige Kabaretistinnen noch bemuttern lassen..."Eine weitere Ursache, die den japanischen Jungmännern die Flügel stutzt, ist, dass die Eltern keinen schnellen Einstieg in das Berufsleben erwarten." Ja, eindeutig, diese Hoffnung scheinen unsere Eltern schon aufgegeben zu haben, sie wirken unbekümmert. "Statt ihn zu therapieren, baute der Vater lieber noch eine Kochstelle für den Rest der Familie" - noch blockiert Minkasia nicht die ganze Küche, wie dies die betroffenen Japaner machen, aber man könnte auch in unserem Fall sagen - "Statt sie zu therapieren, übersiedelten die Eltern sie lieber in den Keller..."
Minkasia traut sich nicht mehr aus der Küche

金曜日, 3月 17, 2006

Freak in Japan

So, jetzt ist es fix, Cordinka the pope of the socks (shitakutsu no hoooo) wandert den Sommer über nach Tokio aus. Das bringt schon im Vorfeld eine Reihe interessanter Informationen mit sich.

Eine selbst in Japan temporär stationierte Freundin beschreibt japanische Männer als „größer als gedacht mit schiefen Zähnen“. Klingt viel versprechend.
Mein enorm günstiges Quartier (10,5 m² für fast 600 € im Monat) liegt nur ein paar Minuten vom berühmten Computer- und Technologie-Zentrum entfernt – und just heute darf ich im Rondo (Freitagsbeilage des Standards) dazu lesen: „Akihabara, das ist der Stadtteil für nerds.“ Quasi das Pendant zum TNF-Turm der Linzer Uni (Technisch-Naturwissenschaftliche-Forschungszentrum oder so) ausgedehnt auf einen ganzen Stadtteil – und ich wohne mitten drin!

Ein wenig Angst habe ich jetzt doch, dass ich mir das Guesthouse teile mit großen, schiefzahnigen Japanern, die mit glasigem Blick verkünden, sie könnten für die nächsten Stunden nicht das Haus verlassen, weil in ihrem Online-Computerspiel bald ein Eichhörnchen mit einer goldenen Nuss vorbeikommt…




So stelle ich (2. von links) mir meine Zukunft in Japan vor - ein zahntechnisch stimmiges Bild!

火曜日, 3月 14, 2006

Der Sockenpapst erklärt euch die Welt


Ihr lieben Menschen da draußen!

Als ich heute so über Eisplatten drüber und unter Schneelawinen durch zur Uni vorgedrungen bin, hat mich ganz plötzlich eine Erleuchtung angefallen. Und weil ich ja als geistiges Oberhaupt dazu verpflichtet bin, Weisheit unter den Gläubigen auszustreuen, möchte ich euch diese natürlich umgehend mitteilen:
Warum befindet sich die so genannte 3. Welt fast ausschließlich in Ländern, wo es sonnig und warm ist, während sich die reichen Nationen fast samt und sonders auf der nördlichen Halbkugel befinden? Nun, lasset mich die Welt um eine Verschwörugnstheorie bereichern: Wenn die armen, hungersnot- und kriegsgeplagten sonnigen Nationen über ein vergleichbares Sozial-, Gesundheits- bzw. Bildugnssystem, über Sicherheit und eine hervorragende Wirtschaftsentwicklung, über Gleichstellung usw. etc. verfügen würden, würden natürlich sämtliche Bewohner der Nordhalbkugel - völlig entnervt von Rollsplit, Schneematsch und abgefrorenen Zehen - in den Süden abwandern. Das würde in Folge das Gleichgewicht des Planeten durcheinanderbringen, der unweigerlich von seiner Umlaufbahn abkommen und mit irgendeinem Nachbarplaneten kollidieren würde (v.a. wenn die dicken Amis alle auf einmal hinunterwandern).
Damit das nicht passiert, versuchen die Regierungen der Welt, die Menschen durch bessere Sozialleistungen usw. im Norden zu halten - daher auch das vielgerühmte nordische Bildungssystem (siehe PISA), die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Norwegen und dergleichen mehr.
Zusammenfassend kann man also die Theorie auf die Formel bringen: Je kälter, finsterer und länger der Winter, desto besser die Lebensumstände.
Wer braucht schon die Wahrheit, wenn er einfache Antworten haben kann?

Die zwei einzigen Nordpol-Bewohner freuen sich über kostenlose medizinische Versorgung, freien Hochschulzugang und Ganztagskinderbetreuungseinrichtungen.

日曜日, 3月 12, 2006

A new Star is born!

Liebe Gemeinde!

Endlich wird die düstere, von Terroranschlägen und Weltpolitik geprägte Welt der Tageszeitungen von einem Lichtblick durchbrochen - nein, nicht das Jodelseminar, der Sockenpapst himself erschien heute im Standard auf Seite 11. In der Kolumne "Rottenbergs Boulevard" wird berichtet, wie dem Sockenpapst von einem treuen Gemeindemitglied eine Haribo-Monstranz für zukünftige sockenkirchliche Zeremonien überreicht wird.

木曜日, 3月 09, 2006

Jodle dich frei!

Damit meine zwei Leser nicht denken, dass dieses Weblog zu einer Eintagsfliege verkommt, möchte ich untenstehende Anzeige präsentieren, die ich in der Samstagsausgabe des Standards entdeckt habe:

Das erinnert mich auf höchst erfreuliche Weise an eine Loriot-Sendung aus dem vorigen Jahrhundert, in der eine Dame einen Jodelkurs besucht, weil „Da hat man dann was Eigenes!“. Ich möchte diesen Kurs nicht nur aus diesem Grunde meinen Lesern ans Herz legen – und wenn ich mir das Bild so ansehe, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass mein Leser Josef G. den Kurs bereits besucht hat (2. von rechts im Bild).




Apropos Samstagsausgabe Standard: Für alle Fans – am kommenden Samstag, dem 10.3., gibt es den Sockenpapst in Rottenbergs Boulevard zu bewundern!

火曜日, 3月 07, 2006

Stadt vs. Land - Part 1

Meine Schwester Minkasia hat mit geradezu missionarischem Eifer ihren gesamten Freundes- und Familienkreis mit einer eigenen Weblog-Identität ausgestattet (man könnte hier wahlweise auch zwangsbeglückt einsetzen).
Nun, wenn nun schon einmal Web-Platz für mich reserviert ist, dann will ich ihn fürderhin auch nützen, damit er nicht verschwendet sei.
Ich habe dabei heute beschlossen, eine Art metropolite Opposition oder auch Ergänzung zu meiner kürzlich dem Landleben verfallenen Schwester einzugehen. Aus diesem Grunde auch möchte ich einen kleinen Wettstreit ausrufen: Stadt- vs. Landleben.
Sie sehen im Ring auf der einen Seite Minkasia, Ex- und Neo-Provinzbewohnerin des identitätslosen oberösterreichischen Zentralraumes. Auf der anderen Seite ihre Schwester Cordinka, Wasserkopf-Wien-Bewohnerin, sportaverse Stadtpflanze und östliche Zentralraumtussi. Ich werfe dir hiermit, liebstes Schwesternungetüm, den virtuellen Fehdehandschuh mit den Worten hin: „Do is jo nix!“ (zur Erläuterung: mit diesem Zitat bedachte Cordinka bei einem ihrer doch nicht unzahlreichen Besuche im oberösterreichischen Geburtsland die Wilheringer Heimatgemeinde, im speziellen den winterlich-leeren Erdbeerfeldacker gegenüber vom Uni-Markt in Edramsberg, um damit gleichsam die Anregungs- und Aufregungsarmut des Landlebens anzuprangern).

Ich möchte die erste Runde dieses Kampfes gleich mit der Diskussion der folgenden Problematik beginnen: Verbrechen und Sicherheit
Sollte sich ein wahnsinniger Serienmörder in der Gegend herumtreiben, so ist aufgrund der größeren Bevölkerungsdichte in der Stadt die Wahrscheinlichkeit geringer, dass man selbst Opfer einer Attacke wird. Das klingt jetzt vielleicht zynisch, erhöht aber das subjektive Sicherheitsempfinden enorm. Außerdem wäre aufgrund der größeren Nähe zu den Nachbarn wahrscheinlicher, dass jemand meine Hilfeschreie hört bzw. den Täter erblickt. In meinem persönlichen Fall habe ich zwei graue Panther im Stock unter mir stationiert (der Name der einen klingt wie ein Waldbewohner mit Sprachfehler, die andere wie ein italienisches Modehaus mit Rechtschreibfehler – man kann sich das ungefähr so vorstellen: Frau Fuksch und Frau Versatsche), die mit Argusaugen auf meine Sicherheit achten: Nicht nur verstecken sie gewissenhaft die sich durch meine Abwesenheit zuweilen stapelnden rosa Gutmenschenblätter (= Standard) unter meiner Fußmatte, auf dass sie ja keine Einbrecher anlocken, nein, sie sprechen auch gerne meine Besucher oder meine pflanzenpflegenden Freunde an, wer sie denn sind und was sie denn da wollen.
Im Gegensatz dazu muss man sich in der Provinz einen Wachhund zulegen, der einem dann die ersten Monate lang in die Diele pinkelt und auf den Teppich gackt. So ist das.
Das ländliche Nichts. Foto: Nah & Frisch,Möstl, anno irgendwann
PS: Ich nehme alles zurück: Ich habe gerade auf der Wilheringer Homepage gelesen, dass es jetzt ganz aktuell den "Müllkalender 2006" gibt - was da wohl drauf ist? Die schönsten Müllhaufen der Gemeinde? Kreativmüll? Die schönsten Mülltonnen? Landleben rocks.